Der Zigeunerbaron

Operette in drei Akten von Johann Strauss, Libretto von Ignaz Schnitzer

Der notorische Außenseiter und Herumtreiber Barinkay kehrt aus dem Exil in sein Heimatdorf zurück. Die Einwohner spielen seit Jahrhunderten mit den ansässigen Zigeunern Cowboy und Indianer. Man hasst sich, man streitet um Grenzen, ab und zu gibt es eine ordentliche Prügelei – und so kommen alle prima miteinander aus.
Barinkay will hier sein Erbe antreten und schlägt sich rasch auf die Seite der Zigeuner, da die Tochter des Schweinefürsten Zsupán ihn zurückweist und als „Zigeunerbaron“ verspottet. Doch ein Blick der jungen Saffi genügt und aller Kummer ist vergessen: Barinkay heiratet sie nach Zigeunerart. Mit diesem Schritt wechselt er die Seiten und mischt die Gemeinschaft vollständig auf.

Im „Zigeunerbaron“ handelt Strauss meisterhaft große Themen mit lockerer Feder ab: Den Umgang mit dem Fremden, die Suche nach Identität, die Sehnsucht nach der Heimat und das Streben nach Glück. Am Ende steht ein Augenzwinkern über menschliche Unvollkommenheiten – schließlich werden im Land der leichten Muse auch die größten Herausforderungen geschultert.

Do, 24.09.15, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Premiere
Do, 15.10.15, 19.30 Uhr    Salzwedel
Sa, 17.10.15, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Fr, 23.10.15, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
So, 25.10.15, 16.00 Uhr    Heilbad Heiligenstadt
So, 01.11.15, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Do, 19.11.15, 20.00 Uhr    Worms
Mi, 25.11.15, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Restkarten
Do, 26.11.15, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Restkarten
So, 06.12.15, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Sa, 12.12.15, 19.30 Uhr    Lutherstadt Eisleben
Fr, 19.02.16, 19.30 Uhr    Stendal
So, 22.05.16, 16.00 Uhr    Groß Sisbeck
Musikalische Leitung  Michael Korth
Inszenierung  Birgit Kronshage
Bühne und Kostüm  Andrea Kaempf
Saffi  Runette Botha
Czipra  Bettina Pierags
Arsena  Bénédicte Hilbert
Mirabella  Marlies Sturm
Graf Peter Homonay  Juha Koskela
Sandor Barinkay  Tobias Amadeus Schöner
Conte Carnero  Gijs Nijkamp
Kalman Zsupan  Klaus-Uwe Rein
Ottokar  Ki Soo Yoo
  Orchester, Chor, Verstärkungschor und Statisterie des Nordharzer Städtebundtheaters

Zeit für die leichte Muse

Das Miniaturdorf auf der Bergtheater-Bühne wirkt wie zugeweht und konserviert, irgendwo im Banat, als die k.u.k-Welt noch in Ordnung schien. Nur gelegentlich erhebt sich jemand und steigt auf eines der Dächer. Weitblick bringt das kaum. Regisseurin Birgit Kronshage lässt ihren Zigeunerbaron in einem „Ort von wilder Poesie versunken im Sand der Zeit“ spielen. Ihre Ausstatterin Andrea Kaempf nimmt diese Idee auf.

Uwe Kraus / Mitteldeutsche Zeitung


Zeitloses Spektakel unter freiem Himmel

Regisseurin Birgit Kronshage fand viele spannende Gedanken für ihre Inszenierung.

Den Löwenanteil des Erfolgs heimsten Runette Botha als liebreizende Saffi und Tobias Amadeus Schöner als Draufgänger Sándor Bárinkay ein.

Hans Walter / Volksstimme