„Nahezu 2000 Jahre deutscher Geschichte auf etwa 100 Minuten zusammengedampft, von 9 nach Christus bis 1989, vom Fall der Römer bis zum Fall der Mauer“ – heißt es in der Einleitung dieses parodistischen Rundumschlags einer illustren Schauspieler-Truppe.
Termine
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| So, |
18.09.11, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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| So, |
25.09.11, |
15.00 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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| So, |
02.10.11, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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| Mo, |
03.10.11, |
18.00 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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| Fr, |
14.10.11, |
19.30 |
Uhr |
Aschersleben
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entfällt |
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| So, |
30.10.11, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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| So, |
06.11.11, |
18.00 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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| Fr, |
11.11.11, |
19.30 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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ausverkauft |
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| Sa, |
26.11.11, |
19.30 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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Restkarten |
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| Sa, |
10.12.11, |
19.30 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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ausverkauft |
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| Do, |
09.02.12, |
19.30 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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| So, |
26.02.12, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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entfällt |
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| Sa, |
10.03.12, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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| So, |
11.03.12, |
18.00 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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ausverkauft |
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| Do, |
10.05.12, |
19.30 |
Uhr |
Bestehornhaus Aschersleben
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Besetzung
| Inszenierung | Steffen Pietsch |
| Ausstattung | Suse Tobisch |
| Hendrik | Benedikt Florian Schörnig |
| Felicitas | Susanne Rösch |
| Lukas | Markus Manig |
| Rüdiger | Jörg Vogel |
Pressestimmen
Kleine Geschichtshäppchen treffen den Zeitgeist
[…] Hochachtung darf man vor den Akteuren haben, die zwischen Tütü, Bärten, Mützen, Überwürfen, Perücken und Klobürsten immer wieder in neue Rollen schlüpfen. Die historischen Promis versuchen, durch ihre Dialektfärbung Lokalkolorit aufflammen zu lassen, was in der Episode vom Freibeuter Klaus Störtebeker und bei den Bayern am besten gelang.
Im Express-Tempo wechselnde Szenen erfordern bei den Besuchern entsprechende Aufmerksamkeit. Das scheint aber auch das Problem der Inszenierung: Wenn komödiantisch knappe 2 000 Jahre durchschritten werden, entfernen sich die Pointen ebenso rasant, wie sie durch das Ensemble gesetzt wurden.
[…]
Zum Historien-Marathon startet eine vierköpfige Schauspieltruppe, die wiederum untereinander Probleme hat und so dem Publikum eine weitere Erzählebene offenbart wird. Susanne Rösch (Felicitas), Benedikt Florian Schörnig (Regisseur und Moderator), Jörg Vogel als Rüdiger und Markus Manig, der den Lukas spielt, präsentieren nicht nur den theatralischen Historien-Mix, sondern streiten in ihrem Clownskostüm über Schwulsein, die besten Auftritte oder über Beziehungsmüll. Wobei es gelegentlich zur Freude einzelner Zuschauer recht sexistisch zur Sache geht.
[…]
Nicht nur wegen des Tempos wird es nicht langweilig. Immer wieder hört der Zuschauer den Sound der deutschen Geschichte: die Holzhackerbuam, Strauss, Nicole und die Sendung mit der Maus. Wechselnde Theaterstile und Erzählweisen, Muppet-Show, Parodien auf christliche Liedermacher, Ballett mit Maria Theresia, Madame Pompadour und der Zarin sowie das Spiel mit den bei Löhr üblichen Hasenpuppen adeln die anderthalb Sternstunden der deutschen Geschichte. Schwedische Möbel, Bibi Blocksberg bei der Inquisition, Hitlers Seele, Barbarossas Bart und das Ländle zwischen Maas und Memel, ein gespaltenes Verhältnis zu den Franzosen, selbst die langen Haare von Störtebecker illustrieren die gesamte deutsche Historie. Da können die Zuschauer nur noch singen: "Blüh' im Glanze dieses Wissens, blühe, deutsches Publikum."
(Uwe Kraus / MZ)
Die deutsche Geschichte an einem Abend" von Robert Löhr ist inhaltlich und spielerisch ein großes Vergnügen.
[…]
Löhr setzt - wie der Dresdener Regisseur Steffen Pietsch als Gast - auf zweierlei: Auf intelligente Schauspieler und auf ein ach assoziierendes Publikum. […] So werden Dialoge einer Vielzahl von Personen mit nur vier exzellenten Schauspielern möglich. […] Die quicke Schauspieltruppe – Susanne Rösch als flatterhafte Felicitas, Benedikt Florian Schörnig als Entertainer Hendrik, Jörg Vogel als ewig zu kurz kommender Rüdiger und Markus Manig als bodenständiger Lukas – wird zudem von der Regie kräftig in ihren Charakteren gezeichnet. […] Diese Lehrstunde deutscher Geschichte an einem Abend ist ahistorisch und gleichzeitig von höchster historischer Konkretheit. Eine hervorragend assoziative Regie-, Ausstattungs-/ und Ensembleleistung mit einer fantastisch trashigen Stückvorlage.
(Hans Walter / Volksstimme)