
So, 30.05.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale Di, 13.07.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale Di, 20.07.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale Sa, 24.07.10, 19.30 Uhr Harzer Bergtheater Thale Di, 27.07.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale So, 01.08.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale Do, 05.08.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale Sa, 07.08.10, 19.30 Uhr Harzer Bergtheater Thale Mi, 11.08.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale Fr, 13.08.10, 20.00 Uhr Wasserschloss Westerburg Sa, 14.08.10, 19.30 Uhr Harzer Bergtheater Thale Do, 19.08.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale So, 29.08.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale Sa, 04.09.10, 15.00 Uhr Harzer Bergtheater Thale
Musikalische Leitung Martin Hannus / MD Johannes Rieger Inszenierung Jürgen Pöckel a.G. Ausstattung Susanne Bachmann Gabriel von Eisenstein, Rentier Tobias Amadeus Schöner Rosalinde, seine Frau Bettina Pierags Adele, deren Stubenmädchen Yael Levita a.G. Alfred, ein Gesangslehrer Xiaotong Han Dr. Falke, Notar Juha Koskela Dr. Blind, Advokat Ki Soo Yoo Frank, Gefängnisdirektor Gijs Nijkamp Prinz Orlofsky Gerlind Schröder / Regina Pätzer Frosch, Gerichtsdiener Norbert Zilz Ida, Adeles Schwester Amrei Wasikowski Iwan, Kammerdiener des Prinzen Norbert Krug
Mitteldeutsche Zeitung Quedlinburg, 8.7.2009
Nun fliegt sie wieder durch das Thalenser Bergtheater: "Die Fledermaus". Nach Horst Kupich vor knapp einem Jahrzehnt wagt sich nun Jürgen Pöckel unter freiem Himmel an das Strauß-Werk, das eigentlich vom Leben in vornehmen Häusern und Sälen sowie im engen Knast lebt. Susanne Bachmann schuf dazu eine zweckmäßige und durchaus farbige Bühne mit einigen Effekten, aber auch stimmige Kostüme der goldenen Operetten-Ära. Lesen Sie weiter auf der Website der Mitteldeutschen Zeitung
von Uwe Kraus
Volksstimme Halberstadt, 15.6.2009
Thale/Westerburg. Die erste Premiere der „Fledermaus“ im Bergtheater Thale bei Knitterkälte und Regen, die zweite Premiere an einem lieblichen Sommerabend auf der Westerburg – dem Ensemble des Nordharzer Städtebundtheaters bleibt wettermäßig bei seinen Abstechern über Land wenig erspart, wenn es im Freien spielt. Zum Glück kennt das Publikum in etwa die knifflige Handlungsstruktur von Johann Strauß' Meisteroperette. Man muss nicht jede Gefühlsregung auswickeln, die Andeutung genügt. Sonst hätten es Gabriel von Eisenstein (Tobias Amadeus Schöner) und seine lebenslustige Frau Rosalinde (Bettina Pierags), ihr Dienstmädchen Adele (Marie Friederike Schöder) und deren Schwester Ida (Amrei Wasikowski), Prinz Orlofsky (Gerlind Schröder), Dr. Falke (Thomas Rettensteiner) und Gefängnisdirektor Frank (Gijs Nijkamp) in gut zwei Stunden Spielzeit schwer, die Szene zu erzählen. Regisseur Jürgen Pöckel kann sich darauf beschränken, spannend-gefällige Arrangements für die Darsteller zu finden, und das gelingt ihm im Wesentlichen gut und überzeugend. Vor allem Bettina Pierags, Marie Friederike Schöder und Tobias Amadeus Schöner überzeugen sängerisch und im flirtenden Verwirrspiel, sind großartig auf der Szene präsent. Gerlind Schröder – die großartige Dolly in „Hello Dolly“ – singt zwar den lebensüberdrüssigen Orlofsky hinreißend, aber findet keine Haltung für diese komplizierte Kunstfigur, außer dass sie mit russischem Akzent spricht und einen weißen Smoking trägt. Eine Paraderolle als Gefängnisdiener Frosch in ihrer Komik offenbart Norbert Zilz bei wenigen und soliden Extempores. Auf dem stimmungsvollen Innenhof des Gourmettempels Westerburg spielte zwar das Bühnenbild des dritten Aktes nur noch in Andeutungen eine Rolle, aber der Hochstimmung des Publikums tat das kaum Abbruch. Der Chor war wie immer gut studiert und ragte durch Spielfreude hervor. Alles in allem eine vergnügliche, beschwingte Sommerunterhaltung, bei der der Intendant MD Johannes Rieger selbst am Pult steht und mit Freude die Straußschen Perlen zelebriert.
Von Hans Walter