
Die ergreifende Liebe zwischen Ferdinand, dem Präsidentensohn, und Luise, der Tochter der bürgerlichen Musikerfamilie Miller, wird durch das Intrigantentum von Emporkömmlingen zerstört. Die Freiheit des Individuums als zentrales Thema bei Schiller findet in dieser tragischen Liebesgeschichte ihren stärksten Ausdruck. Ihre intensive poetische Kraft bricht sich Bahn in der Behauptung menschlicher Grundrechte und im Aufbegehren gegen moralische Verkommenheit. Schiller überzeugt dabei durch scharf gezeichnete Protagonisten, eine konzentrierte Handlung und einen Realismus, der bis heute überraschend zeitlos erscheint. Kein Wunder also, dass das Stück zum Klassiker und einem der beliebtesten Publikumsmagneten avancierte.
Mit freundlicher Unterstützung der Harzsparkasse
Termine
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| Fr, |
07.10.11, |
19.30 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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Premiere |
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| Di, |
11.10.11, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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| Sa, |
15.10.11, |
19.30 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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| Mi, |
26.10.11, |
19.00 |
Uhr |
Winsen an der Luhe
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| Sa, |
29.10.11, |
19.30 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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| Do, |
03.11.11, |
20.00 |
Uhr |
Rinteln
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| Sa, |
05.11.11, |
19.30 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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| Di, |
08.11.11, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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Restkarten |
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| Do, |
10.11.11, |
14.00 |
Uhr |
Hameln
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| Do, |
10.11.11, |
19.00 |
Uhr |
Hameln
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ausverkauft |
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| Mo, |
14.11.11, |
11.00 |
Uhr |
Staßfurt
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| So, |
20.11.11, |
15.00 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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| Di, |
29.11.11, |
10.00 |
Uhr |
Heilbad Heiligenstadt
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| Fr, |
09.12.11, |
19.30 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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| Mi, |
08.02.12, |
19.00 |
Uhr |
Gifhorn
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| Sa, |
11.02.12, |
19.30 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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| Fr, |
17.02.12, |
19.30 |
Uhr |
Bernburg
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| Sa, |
25.02.12, |
19.30 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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| Di, |
28.02.12, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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Restkarten |
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| Mi, |
29.02.12, |
20.00 |
Uhr |
Holzminden
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| Di, |
20.03.12, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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Besetzung
| Inszenierung | Hannes Hametner |
| Musik | Jürgen Grözinger |
| Video | Robert Heber |
| Ausstattung | Susanne Bachmann |
| Präsident von Walter | Benedikt Florian Schörnig |
| Ferdinand, sein Sohn | Jörg Vogel |
| Lady Milford | Illi Oehlmann |
| Wurm, Haussekretär | Markus Manig |
| Miller, Stadtmusikant | Arnold Hofheinz |
| Luise, Millers Tochter | Susanne Rösch |
| Sophie, Kammerjungfer | Julia Siebenschuh |
| | Statisterie des Nordharzer Städtebundtheaters |
Pressestimmen
[...] Dieser Schiller fesselt drei Stunden. Das überwiegend junge Premierenpublikum sah am Sonnabend in Quedlinburg gebannt das minimalistische Schauspiel der sieben Akteure, das sie persönlich anging und ansprang. Acht Minuten rhythmischer Beifall!
Hannes Hametner hatte bei Probenbeginn vermutlich nur das Konzept, nicht aber fertige Lösungen in der Tasche. Er setzte auf kluges Teamwork. Alles entwickelte sich in Zusammenarbeit mit seiner Szenografin Susanne Bachmann, dem neu engagierten Dramaturgen Sebastian Fust, mit dem bewährten Komponisten Jürgen Grözinger, dem Videokünstler Robert Heber und dem jungen Schauspielensemble.
[...]Jörg Vogel ist Ferdinand. Sehr jung, sehr verspielt. Kein "Major". Zu Beginn wirft er die Bibel Luises (Susanne Rösch) weg. "Ich fürchte nichts als die Grenzen meiner Liebe." Ihre Religiosität ist solche Grenze. Poesievoll-erotisch ihre spielerischen Begegnungen auf der Bühne und im Video.
Groß die Bilder, etwa, wenn Luise den von Wurm (Markus Manig) diktierten bühnenlangen Brief schreibt. Beeindruckend die Körpersprache der Lady Milford (Illi Oehlmann). Ihre Begegnungen mit Ferdinand und Luise zeigt sie als unglückliches, nutzloses Gefäß.
Musiker Miller (Arnold Hofheinz) sucht als schwäbelnder, bigotter Alleinunterhalter zu Beginn die Töne zu "Ich wünsch dir Lieben ohne Leiden" zusammen. Am Ende leiden sie alle am Tod beider Kinder.
Sterbend streckt Ferdinand seine Hand dem politisch übermächtigen Vater und Präsidenten Walter (Benedikt Florian Schörnig) entgegen. Er hat das letzte Wort: "Er vergibt mir." Wirklich? Vielleicht ...
Eine fantasievolle Regie- und Denkarbeit für ein großartiges Ensemble!
(Hans Walter / Volksstimme)
[...] Hametner stellt in seiner Inszenierung das Wechselspiel von Macht und Ohnmacht in den Blickpunkt. Inmitten gelber Vorhänge (Ausstattung: Susanne Bachmann), denn mehr braucht es nicht, agiert ein starkes Ensemble.
[...]"Wir versuchen, den Geschmack und das Interesse junger Leute zu gewinnen und wollen den Schauspielern Raum geben fürs Spielen", erklärt Hametner. Es scheint ihm gelungen, denn das zahlreiche, junge Premierenpublikum sparte nicht mit Beifall für eine Inszenierung, die anrührt, Witz und Dramatik in sich vereint. Die comichaft überzeichneten Kostüme sind ein Tribut an den Dichter: "Schiller spitzt seine Figuren extrem zu." [...]
(Rita Kunze / MZ)