
Schon in den vergangenen Jahren sorgten zahlreiche Revuetten des Nordharzer Städtebundtheaters immer wieder für ausverkaufte Säle. Nun ist mit WUNDER GIBT ES IMMER WIEDER... ein neues Programm entstanden, das mit einer attraktiven und klug arrangierten Mischung von Evergreens aufwartet. Das musikalische Spektrum reicht dabei von Robert Stolz über Cole Porter bis zu Georg Kreisler, Jacques Brel und Klaus-Dieter Henkler. Die im Theater-Milieu angesiedelte Revue schrieb Regisseur Jürgen Pöckel seinen drei Darstellern, der Schauspielerin Illi Oehlmann sowie den beiden Sängern Klaus-Uwe Rein und Norbert Zilz, sozusagen auf den Leib. Schauplatz des Geschehens ist eine Theatergarderobe unmittelbar nach dem Ende einer Vorstellung. Von der Bühne kommend, beginnen die Schauspielerin Peggy und ihre beiden Sänger-Kollegen Linus und Sebastian, sich abzuschminken. Langsam und stockend beginnt ihr Dialog ... Entstanden ist eine authentische und zugleich anrührend-menschliche Geschichte über Theater, Champagner und das Wunder der Liebe – gewürzt mit einer großen Portion Hoffnung und Lebensweisheit sowie einer kräftigen Prise Humor. Für die Ausstattung sorgte die Berliner Bühnen- und Kostümbildnerin Lena Brexendorff. Die musikalische Einstudierung und Begleitung der drei Darsteller am Klavier liegt in den bewährten Händen von Violetta Kollar.
Termine
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| So, |
11.09.11, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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| Fr, |
23.09.11, |
19.30 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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| Mo, |
03.10.11, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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| So, |
09.10.11, |
16.00 |
Uhr |
Schöppenstedt
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| Fr, |
14.10.11, |
19.30 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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| So, |
06.11.11, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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Restkarten |
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| Do, |
17.11.11, |
19.30 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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| Sa, |
03.12.11, |
19.30 |
Uhr |
Neue Bühne Quedlinburg
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| So, |
11.12.11, |
15.00 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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| Di, |
14.02.12, |
19.30 |
Uhr |
Kammerbühne Halberstadt
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Karten |
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Besetzung
| Musikalische Leitung | Violetta Kollar |
| Inszenierung | Jürgen Pöckel |
| Ausstattung | Lena Brexendorff |
| Peggy | Illi Oehlmann |
| Sebastian | Klaus-Uwe Rein |
| Linus | Norbert Zilz |
| Garderobiere Gisela | N.N. |
Pressestimmen
Schön, wie mühelos die Balance zwischen Komik, Tragik und Tragikomik dem Liedprogramm „Wunder gibt es immer wieder“ gelingt. Fünf Minuten Applaus und vereinzelte Bravorufe für die Premiere am Freitag in der ausverkauften Halberstädter Kammerbühne des Nordharzer Städtehundtheaters!
[…]
In Halberstadt versuchte der Dresdner Regisseur und Autor Jürgen Pöckel als Gast Ähnliches, wenngleich ihm mit „Wunder gibt es immer wieder“ nicht die große Wittenbrinksche Fallhöhe gelang. Sei's drum - es wurde ein Abend über Lust und Frust der Menschen am Theater. Nicht der Stars, sondern der „kleinen Leute“, der Chorsänger und Schauspieler; ausgesetzt einem penetrant tobenden, Angst verbreitenden Regisseur. Sie teilen eine Garderobe. Ein Mikrokosmos der Lebenswege und Trennungen, der Enttäuschungen, Niederlagen und großen Hoffnungen. Hier ist das Feld für drei große Charaktere des Nordharzer Städtebundtheaters - die junge Schauspielerin Illi Oehlmann (Peggy) und die Sänger Klaus-Uwe Rein (Sebastian) und Norbert Zilz (Linus).
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Es ist diese Balance der Gefühle zwischen Absturz und Hoffnung, die Oehlmann, Rein und Zilz mit Überzeugungskraft spielen und singen und dem Zuschauer sehr nahe bringen. Das kann nur funktionieren, wenn die Liedauswahl stimmt. Jürgen Pöckel war da sehr genau. Er wählte ·bekanntes und unbekannteres Musikmaterial aus 90 Jahren Schlagergeschichte aus und ließ es durch die wundervolle Repetitorin und Pianistin des Abends, Violetta Kollar, als Solo, Duett und Terzett arrangieren.
[…]
„Wunder gibt es immer wieder“ wurde zur überzeugenden fünften Revuette (Ausstattung Lena Brexendorff als Gast, Dramaturgie Susanne Range) mit Comelia Schatter in einer stummen Rolle (Garderobiere Gisela) als stets dienstbarer guter Geist des Hauses. Und lässt man sie spielen, wird das Lachen und Lächeln im Theater niemals vergeh'n.
(Hans Walter / Volksstimme)
[…] In diesem Geviert aus Schminktischen, Kleiderstange, Tür, Alkoholnachschub und vergilbten Szenenfotos (Ausstattung: Lina Brexendorff) lässt Gastregisseur Jürgen Pöckel seine Revuette „Wunder gibt es immer wieder“ spielen. Nicht schreiend bunt wie die Glitzerwelt der Stars setzt er das Zwei-Stunden-Stück in Szene, sondern nachdenklich-melancholisch und desillusioniert. Damit bleibt er seinem beim musikalischen Erzähltheater „Novocento“ am Nordharzer Städtebundtheater im Vorjahr gezeigten Stil treu.
[…]
Witzig wie nachdenklich öffnen Illi Oehlmann, Klaus-Uwe Rein und Norbert Zilz diese Theaterwundertüte. In der Länge etwas überproportioniert und an die „Gretchen 89ff.“-Attitüden erinnernd, spielen sie hochkomödiantisch die Regisseurskolportage „Darf ich Ihnen ein Glas Champagner servieren?“. Viel angestaute Luft entweicht dabei und wunderbare Lieder erklingen. Nicht so, wie wir sie von CD oder aus Fernseh-Shows kennen, sondern in ganz eigener, oft feinfühligen Interpretation. Bei der Auswahl der Titel für die „Kleine Revue über Theater, Champagner und die Liebe“ hatte das Inszenierungsteam eine glückliche Hand. Die liebenswerte Violetta Kollar übernimmt nicht nur wie in den Vor-Revuetten die musikalische Leitung und begleitet am Klavier. Sie mischt als gestörte Nachbarin durchaus wortgewaltig mit und genießt wie die Akteure ihren Sekt, den Linus kistenweise gebunkert hat und leert.
Das Stück lebt von der guten Musikmischung, für die großteils nicht unbedingt in die Oldie-Hitlisten gegriffen, sondern manch unbekannter Schatz freigelegt wurde.
[…]
Was sind die Wunder, fragt sich der Zuschauer, die im Revuetten-Titel versprochen werden. Dass sich Peggy und Sebastian ganz zärtlich-verhalten annähern, es Liebe auch für ältere Semester gibt? Zweifellos ein bestens von Illi Oehlmann und Klaus-Uwe Rein gespielter Höhepunkt des Abends. Doch vielleicht ist es auch das Bekenntnis des galligen Zyniker Linus (Norbert Zilz), das sich auf dem Programmzettel wieder findet: „Theater, noch ist nicht alles verloren, noch kommen die Menschen zu dir. Und ich setz alles, alles auf dich, auch wenn ich alles verlier.“
Kein Wunder dagegen ist, dass, wie die ausverkaufte Quedlinburg-Premiere zeigte, die Eintrittskarten sehr begehrt sind. Zu recht!
(Uwe Kraus / MZ)